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Der Sinn der Rechtsgeschichte | Lutherkirche OS

Schon immer haben sich die Menschen für die Vergangenheit interessiert, deswegen ist es nicht verwunderlich, das die Geschichte des Rechts auch eine interessante Perspektive ist. Somit befasst sich die Rechtsgeschichte mit diesem Thema und befasst sich mit dem Recht aus der historischen Sicht. Hierbei ist die Rechtsgeschichte eine interdisziplinäre Wissenschaft, die sowohl zu den Rechtswissenschaften zählt als auch zu den Geschichtswissenschaften. Im deutschsprachigen Raum nutzt man die Rechtsgeschichte als Grundlagenwissenschaft in den unterschiedlichen juristischen Fakultäten und Universitäten. Hierbei spaltet sich die Rechtsgeschichte in drei unterschiedliche Zweige. Doch die Rechtsgeschichte verliert immer mehr an Bedeutung. Im 19. und noch zum Anfang des 20. Jahrhunderts hatte die Rechtsgeschichte noch einen wunderbaren Stellenwert im juristischen Studium eingenommen. Am dem Jahre 1945 verlor sie dann immer mehr an Bedeutung, was mit dem Legitimationszwang verbunden war. Doch man kann die historischen Rechtsschulen des 19. Jahrhunderts nicht mit den heutigen modernen Verhältnissen vergleichen. Mit Hilfe von historischen Quellen, versucht die Rechtsgeschichte einen unmittelbaren Nutzen für das gegenwärtige Recht zu ziehen.

Romanistik
Wie schon erwähnt, spaltete sich die Rechtsgeschichte in drei unterschiedliche Zweige auf. Der bedeutendste Zweig ist die Romanistik. In diesem Bereich kommt das klassisch-antike römische Recht zur Sprache, das in der Spätantike von 533 v. Chr. stattfand. Im 12. Jahrhundert wurde diese Form des Rechts wieder neu entdeckt und gehörte zu den gelehrten Disziplinen an den Universitäten. Bald hat aber auch, in Folge der Rezeption um etwa 1500, hat das römische Recht Einzug in die Rechtpraxis gefunden. Seit da an wird dieses auch gemeines Recht genannt. . Nach Fortfall seiner praktischen Geltung im 19. und 20. Jahrhundert behauptete das römische Recht seine Bedeutung als universitäres Propädeutikum für das Studium des geltenden Privatrechts von Frankreich, Schweiz, Deutschland und Österreich. Doch die Romanistik kümmert sich nicht nur um die antike Rechtsgeschichte, sondern auch um die Rechte der anderen antiken Kulturen.

Germanistik und Kanonistik
Der zweite Zweig der Rechtsgeschichte bezieht sich komplett auf Deutschland und wird dementsprechend Germanistik genannt. Entstanden ist die Rechtgermanistik zu Beginn des 19. Jahrhundert. Doch die Germanistik kann man nicht nur als Gegenbewegung zum „fremden“ römischen Recht verstehen. Mit der Rechtsgermanistik hat man versucht ebenfalls eine solch geschlossene, systematische und durchdachte Rechtlage zu schaffen, wie es das römische Recht vorgemacht hat. Hierbei beschränkt sich das Recht nicht nur auf das Gebiet Deutschland, sondern man versteht es versteht es mehr als „heimisches Recht“, welches nahezu ausschließlich germanische Wurzeln hat. Im Jahre 1945 hat dieser Bereich eine vollkommene Neuorientierung vorgenommen. Der letzte und auch kleinste Zweig ist die Kanonistik. Dies ist die Wissenschaft vom kanonischen Recht, welches stark traditionell und historische ausgeprägt ist.

Die moderne Rechtsgeschichte
Natürlich geht es in der Rechtsgeschichte auch um das Recht der modernen Zeiten, also des 20. Jahrhunderts und der heutigen Zeit. Das Umdenken der Rechtsgeschichte war nicht allein die Folge des Inkrafttretens der Kodifikationen in Deutschland. Österreich hat ein Umdenken schon im Jahre 1812 vollzogen. Jedoch haben die beiden Ländern eine ähnliche Tendenz zu bieten. Denn mit der Ausdifferenzierung und Verfeinerung der geschichtswissenschaftlichen Methoden musste auch für die Rechtshistoriker die Frage nach der Haltbarkeit ihrer bisherigen Thesen und nach der Sinnhaftigkeit ihrer Forschungsansätze neu gestellt werden.

Categories: Geschichte

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